André Schmidt

Beschäftigter in den Oberlin Werkstätten auf Hermannswerder

»30 km mit dem Rad zur Arbeit? Kein Problem.«

André Schmidt arbeitet seit fast 10 Jahren in den Oberlin Werkstätten. Der 39-Jährige freut sich, dass er eine feste Arbeit hat. Das macht ihn stolz.

Den ganzen Tag nur tatenlos zu Hause rumzusitzen, ist für ihn keine Option. Eine Perspektive zu haben, etwas Sinnvolles zu tun – das treibt ihn an. Bis vor kurzem hatte er einen Außenarbeitsplatz als Garten- und Landschaftspfleger in Linthe, einer kleinen Gemeinde in Brandenburg über 30 Kilometer von Potsdam. Bis dorthin fährt er selbständig mit der Bahn und legt das letzte Stück mit dem Fahrrad zurück.

Auch privat ist er ein sportlicher Typ. Zum Ausgleich seiner Leidenschaft für PC und Elektronik trainiert er regelmäßig Leichtathletik. Rasen mähen, Hecke schneiden oder Laub aufzusammeln: Die abwechslungsreiche Arbeit in Linthe gefällt ihm. Vor Maschinen hat er keine Angst und an der frischen Luft fühlt er sich wohl. Täglich kommt er unter Leute, ist fester Bestandteil in einem tollen Team und auch die Dorfbewohner wissen seine Arbeit zu schätzen. Diese Anerkennung und Zugehörigkeit ist wichtig für ihn und gibt ihm das Gefühl, gebraucht zu werden.

Unterstützung erhält er weiterhin von den Oberlin Werkstätten. Denn seine geistige Behinderung gepaart mit einer psychischen Störung macht ihn weniger belastbar. Oft hat er Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Sein Gruppenleiter in den Oberlin Werkstätten hält engen Kontakt zu seinem Auftraggeber, der die Gemeinde Linthe verwaltet. Für Rat und Tat steht ihm sein Gruppenleiter stets zur Seite – auch jetzt, wo er sich innerhalb der Oberlin Werkstätten neu orientiert. In Zukunft wird André Schmidt entweder auf dem Oberlin-Campus für gepflegte Grünflächen sorgen oder in der Fahrradwerkstatt in Michendorf Reparaturen erledigen. Egal was kommt – er traut es sich zu und nimmt die Herausforderung gern an.